Eine wissenschaftliche Untersuchung von 4000 Frauen* zwischen 25 und 84 Jahren hat gezeigt, dass jede dritte Frau mindestens eine Störung des Beckenbodens hat. Bei den Frauen*, die geboren haben, sogar noch mehr. Durch Schwangerschaft und Geburt, falsches Training, vieles Sitzen und Stress ist der Beckenboden bei den meisten Frauen schwach und zudem in Anteilen auch noch ziemlich verspannt.
Zur Gesunderhaltung und für die körperliche Belastbarkeit in Rücken und Rumpf wirken die Beckenbodenmuskeln im Becken funktionell stabilisierend und entspannend auf den Rücken, auf die Blase, die Gebärmutter sowie auf den Darm ein.
Ein bewusster, entspannter und trainierter Beckenboden wird dir zudem ein intensiveres Körpergefühl geben, dich komplett aufrichten und Stabilität verleihen. Während ein schlaffer oder verspannter Beckenboden dein Beckenskelett aus dem Gleichgewicht bringt, was wiederum den gesamten Körper in eine schlechte Haltung zwingt. Organe können so nach unten abrutschen und es kann unter Umständen dazu führen, dass wichtige Nerven eingeklemmt werden, die dann deine Empfindung nicht mehr ungestört ins Gehirn leiten können.
Ganzheitliches Beckenbodentraining verbindet durch spezielle Wahrnehmungsübungen deinen Körper mit deinem Intellekt. Ohne diese Verbindung ist es schwer, den Beckenboden überhaupt zu finden – und was wir nicht wahrnehmen können, können wir nicht effektiv trainieren.
Die wahrnehmende Komponente dieser Übungen wirkt angenehm, entspannend oder kräftigend. Sie kombiniert Achtsamkeit und Embodiment mit Mentaltraining und hilft deinem Nervensystem, neue Verbindungen in deiner Beckenmuskulatur zu knüpfen, die dich stärker machen und die Empfindsamkeit steigern.
So kannst du insgesamt schmerzfreier, flexibler und kraftvoller werden in der Art, wie dein Beckenboden dich in deinem Alltag stützt.